Ich verstehe Jamahl Mosley. Kein Trainer will, dass sein Team als Drecksbande gilt. Aber seine Reaktion auf Quin Snyders Vorwurf nach Goga Bitadzes hartem Foul gegen Jock Landale wirkt übertrieben defensiv. Vier „ever“ in einem Satz? Das klingt nach Rechtfertigung.
Die Fakten: Bitadze erwischte Landale im vierten Viertel der 130:101-Heimpleite so hart, dass der Center nun mit Knöchelverstauchung ausfällt. Snyder nannte es „dirty play“. Mosley kontert: Wir sind physisch, aber nicht dreckig.
Theoretisch gibt es einen Unterschied. Praktisch verschwimmt diese Linie, wenn ein Gegner verletzt abgeht. Snyder verliert einen Rotationsspieler – da darf man sauer sein.
Meine Bewertung: Mosleys Verteidigung ist nachvollziehbar, aber nicht überzeugend – 5 von 10 Punkten. Das „never ever ever ever“ schwächt seine Glaubwürdigkeit.
Fazit: Orlando muss aufpassen. Wer sich als „physical team“ definiert, braucht klare Grenzen – sonst wird aus Identität ein Imageproblem.